dbb mecklenburg-vorpommern fordert Verbeamtung von Lehrern 

Der Vorsitzende des dbb landesbundes mecklenburg-vorpommern Dietmar Knecht hat Bildungsminister Henry Tesch aufgefordert, ein neues Konzept zur Verbeamtung von Lehrern vorzulegen: „Mecklenburg-Vorpommern darf nicht zum bildungspolitischen Standortvorteil für andere Bundesländer werden, die aus gutem Grund wieder verstärkt zum Instrument der Verbeamtung greifen“, sagte Knecht anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) am 17. April 2010 in Schwerin.
 
In Anbetracht demografischer Faktoren, in deren Folge die Lehrerkollegien immer weiter überalterten und in Bezug auf eine verfehlte Schulpolitik mit direkten Konsequenzen für die Bildungsqualität forderte Knecht die Politik auf, endlich wieder frische Perspektiven für junge motivierte Lehrerinnen und Lehrer zu schaffen. Mecklenburg-Vorpommern könne es sich nicht leisten, Nachwuchspädagogen hervorragend auszubilden, damit sie dann in Bundesländer abwanderten, in denen die Verbeamtung möglich sei. „Die Landesregierung muss jetzt damit aufhören, junge Pädagogen nur noch ins Angestelltenverhältnis zu übernehmen. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist spätestens mit dem Auslaufen des Lehrerpersonalkonzepts ein neues Konzept zur Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern gefragt!“ Der Beamtenstatus erhöhe nicht nur die Motivation des Personals, sondern wirke sich auch positiv auf die Bildungsqualität und damit auf die Zukunftschancen junger Menschen aus. „Wir können uns das sogar leisten, weil wir in Mecklenburg Vorpommern früh mit dem Aufbau kapitalgedeckter Versorgungsfonds begonnen haben.“