Endlich Bewegung im Vergabebereich des Landes

Der dbb m-v äußerte sich zufrieden über die Ankündigung von Wirtschaftsminister Seidel zur baldigen Vorlage eines Vergabegesetzes für den öffentlichen Personen- und Schienennahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. „Endlich kommt Bewegung in einen mittlerweile über zweijährigen Streit der Koalitionäre zu Lasten der betroffenen Mitarbeiter“, so dbb Landesvorsitzender Dietmar Knecht. „Immerhin bestehen schon jetzt bei auf Schienen fahrenden Unternehmen Lohnunterschiede von bis zu 30 Prozent und das bei Staatsaufträgen.“
 
Die Politik agiere schon viel zu lange nach dem Slogan „Geiz ist geil“ und schüre somit immer mehr Politikverdrossenheit, so Knecht weiter.
 
Bieter sollen nach Einigung im Koalitionsausschuss künftig einen tariflich festgelegten Referenzlohn zahlen. Weiterhin wird sichergestellt, dass nicht mehr der „billigste“ Anbieter genommen werden muss.
 
„Wir kommen damit unserer Forderung, keinen Wettbewerb auf dem Rücken des Personals zuzulassen, ein Stück näher. Der dbb wird im Gesetzgebungsverfahren versuchen, die Regelung so zu verfeinern, dass künftig alle öffentliche Aufträge an tarifliche Vorgaben gebunden sind“, so Knecht abschließend.

Der dbb m-v ist mit seinen Gewerkschaften GDL, komba und GDBA zuständig für über 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich des Personen- und Schienennahverkehrs im Land.