Dies bekräftigten heute dbb Landesvorsitzender Dietmar Knecht (GDL) sowie GDL-MV-Chef Volker Krombholz gegenüber Verkehrsstaatssekretär Sebastian Schröder und VMV-Geschäftsführer Detlef Lindemann in Schwerin.
"Da aus unserer Sicht das Schlichtungsergebnis nicht relevant für die Lokomotivführer ist, müssen wir an unserer Forderung festhalten", so Dietmar Knecht, "dies ist die einzige Möglichkeit den Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten endlich zu beenden und wir begrüßen daher die Absichten der Koalitionäre ausdrücklich".
Die Regierungsfraktionen hatten sich am 19.01.2011 darauf verständigt, einen entsprechenden Gesetzentwurf im März 2011 in den Landtag einzubringen. Aus Sicht des Verkehrsministeriums haben die Interessen der Beschäftigten einen sehr hohen Stellenwert, der sich im Vergabegesetz widerspiegeln muss. Die Ausschreibung des "Warnownetzes" durch die VMV trägt dem bereits Rechnung. Zusätzlich hat sich die Deutsche Bahn verpflichtet einen in der Branche repräsentativen Tarifvertrag anzuwenden.
"Wir reden erstmals seit langer Zeit wieder über Neueinstellungen von Lokomotivführern, die aber in Unternehmen beschäftigt sind, die weit unter DB-Niveau bezahlen", so Volker Krombholz, "weiterhin wollen wir verhindern, dass unsere langjährigen und erfahrenen Kollegen bei Betreiberwechsel als Berufsanfänger behandelt werden".
Erschwert wird die weitere Gestaltung der Rahmenbedingungen durch das gestrige Scheitern der Verhandlungen zwischen GDL und den nichtbundeseigenen Eisenbahnen zum Bundesrahmen-Lokomotivführer-Tarifvertrag.
"Damit sind zur Durchsetzung der Lokführerinteressen Streiks – auch in Mecklenburg-Vorpommern – nicht länger auszuschließen. Die Tarifkommission der GDL wird am 03. Februar die weiteren Schritte beraten", so Knecht abschließend.