Die flächendeckende Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern hat der Vorsitzende des dbb mecklenburg-vorpommern Dietmar Knecht gefordert. Auch wenn unterschiedliche Landesregierungen dies seit 20 Jahren ablehnen, sei es für Zukunftsorientierung noch nicht zu spät, sagte Knecht auf dem Gewerkschaftstag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) am 26. März 2011 in Rostock an dem auch Bildungsminister Henry Tesch sowie Bildungspolitiker des Landtages Mecklenburg-Vorpommern teilnahmen.
„Mittlerweile hat selbst der Landesrechnungshof erkannt, dass die Verbeamtung von Lehrern erforderlich ist, um die Pädagogen im Land zu halten.“ Das gehe aus dem Rechnungshofbericht 2010 hervor. „Solange andere Bundesländer in der Lage sind, uns gut ausgebildete Nachwuchslehrer allein mit der Aussicht auf Verbeamtung abzuwerben, kann das Bildungssystem in unserem Bundesland nicht konkurrenzfähiger werden“, so Knecht.
Bereits heute blieben Lehrerstellen unbesetzt, woran auch das neue Turboreferendariat nichts ändern wird. Knecht hofft auf ein Umdenken in dieser Frage nach der Regierungsbildung: „Dann wird es zwar eine schwere Aufgabe sein, den Bestandslehrern die Verbeamtung neuer Lehrer zu erklären. Hier muss parallel die Diskussion über ein Äquivalent selbstverständlich und erlaubt sein!“
Geld ist nie da und um den Körperschaften Spielräume zu ermöglichen hat der dbb beim „Steuerpapst“ Prof. Paul Kirchhoff ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sich mit der Umwidmung der vorhandenen Altschulden Deutschlands in mögliche „Altschuldenfonds“ auseinandersetzt.
Mit Blick auf die vorgestern im Bundestag stattgefundene Aussprache zur Absegnung des Euro-Rettungsschirms auf nunmehr 700 Milliarden Euro, sagte Knecht abschließend, „auch das erhöht die Schulden und das Misstrauen in die politische Kaste, das ist Glücksspiel mit unseren Steuergeldern“.