Der dbb m-v kritisiert scharf aktuelle Wahlkampfplakate des FDP Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, auf denen "Privat vor Staat, Unternehmergeist statt Amtsschimmel" gefordert wird.
Am 4. August erklärte der dbb Landesvorsitzende Dietmar Knecht hierzu in Schwerin: "Das ist reine Stimmungsmache mit der Ideologie der 90er Jahre. Diese 20 Jahre alten Parolen vermitteln den Eindruck, dass in Mecklenburg-Vorpommern noch mehr Privatisierungen erforderlich sind, damit es im Land weiter vorangeht. Dabei sind es die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die mit ihrer täglichen Arbeit zur Daseinsvorsorge und zum Allgemeinwohl beitragen".
Die Zeit der großen Privatisierungseuphorie, so Knecht weiter, sei längst vorbei. Alle Umfragen der letzten Jahre zeigten, dass die Bürgerinnen und Bürger keine weitere Privatisierung staatlicher Leistungen wollten. Knecht: "Inzwischen lehnen mehr als 75% der Bürgerinnen und Bürger weitere Privatisierungen ab. Obwohl die Dienstleistungen nach der Privatisierung keineswegs besser geworden sind, steigen die Preise – oder sind Bahnfahrkarten und Briefporto heute günstiger als früher? Hinzu kommt, dass wir doch grade erst wieder sehen mussten, wohin ungebremster Unternehmergeist führt, Stichwort Dioxinskandal. Die Selbstkontrolle der Wirtschaft hat ausgedient."