Einheitliches Tarifsystem reicht nicht aus, um mehr Kunden zum ÖPNV zu locken

Dies ist das Fazit des dbb m-v nach dem heute von Verkehrsminister Schlotmann initiierten Workshop im Schweriner Landtag. „Wir begrüßen die Absicht des Verkehrsministers und der VMV, den Tarifdschungel zu lichten und unterstützen dies auch“, so dbb Landesvorsitzender Dietmar Knecht.

„Dazu reicht eine Fahrkarte für das ganze Land jedoch bei weitem nicht aus. Was nützt einem Bahnkunden, der von Parchim aus das Stralsunder Ozeaneum besuchen möchte, ein Ticket um dorthin zu kommen, wenn bereits in Schwerin eine fast einstündige Zwangspause verordnet wird, weil der Anschlusszug in Richtung Rostock abgefahren ist? Die Rückfahrt sieht auch nicht besser aus!“ Es sei eine weiter gehende Verbesserung der Anschlussbeziehungen der Verkehrsunternehmen untereinander erforderlich. „Auch im Sinne der Tourismuswirtschaft könnte man somit für weniger Stau beispielsweise auf der Rügenbrücke sorgen, denn 50 Prozent aller Autotouristen in Mecklenburg-Vorpommern würden ihren PKW auch mal am Hotel stehen lassen, wenn es bessere Alternativangebote gäbe“, so Knecht abschließend.