Ideologische Scheuklappen müssen weg!
dbb hält Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU in weiten Teilen für zu nebulös

Der dbb mecklenburg-vorpommern begrüßt große Teile der Koalitionsvereinbarung, dazu gehören u.a. die Absichten zum Mindestlohn, die Fortführung der Finanzpolitik, die Ideen zu Fortführung des Länderfinanzausgleichs über das Jahr 2020 hinaus sowie die in einem eigenen Abschnitt zusammengefassten Herausforderungen bedingt durch den demographischen Wandel.

"Für mich als Vertreter des öffentlichen Dienstes stellt sich dabei nur die Frage, warum im Punkt 397 Fachkräfte für die Wirtschaft gesichert werden sollen? Wo bleiben die notwendigen Fachkräfte für den öffentlichen Dienst?", sagte dbb Landeschef Dietmar Knecht am Samstag in Schwerin, "Einen Absatz zuvor wird noch von Herausforderungen bezüglich der öffentlichen Daseinsvorsorge gesprochen, da passt was nicht zusammen".

Die Zielvereinbarung des Landes wird fortgesetzt, die eine Beteiligung des dbb bei personellen und strukturellen Maßnahmen vorsieht. "Das liest sich eigentlich sehr gut, wie oft sollen wir aber im Gegenzug noch das bestehende "Gießkannen"-Personalkonzept kritisieren, welches nun auch noch weitergeführt werden soll, obwohl Fehlbedarfe zum Beispiel bei Lehrerinnen und Lehrern bereits jetzt vorhanden sind?", so Knecht weiter.

"Laut Koalitionsspitzen soll es nicht am Geld liegen, dass man vergeblich das Wort Lehrerverbeamtung sucht, dann kann es also nur Ideologie sein. Wenn die Koalitionäre wirklich alle Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung beim Lehrerpersonal ausloten wollen und das auch ernst meinen, dann müssten sofort diese ideologischen Scheuklappen abgelegt werden", so Knecht abschließend.