Tarifrunde für Bund und Kommunen in Potsdam ergebnislos abgebrochen - kein Angebot der Arbeitgeber

Als "fair und angemessen, trotz Krise" bezeichnete der Vorsitzende des dbb Mecklenburg-Vorpommern die dbb Forderung mit einem Gesamtvolumen von 5%. Knecht nimmt als Vertreter der 16 dbb Landesbünde an den heute in Potsdam begonnen und am Abend abgebrochenen Tarifverhandlungen für mehr als zwei Millionen betroffene Beschäftigte teil.

Bild: dbb Landeschef Dietmar Knecht (l) und  Bundesinnenminister de Maziere

Dabei legten die Arbeitgeber keinerlei Angebote auf den Verhandlungstisch, diesen Fakt bezeichnete Knecht als "Frechheit"."Letztlich wollen wir eine in Krisenzeiten gebotene Konjunkturstärkung durch eine spürbare Linearanpassung erreichen. Auch haben Nachwuchsgewinnung und die Fortschreibung der Altersteilzeitvereinbarungen einen hohen Stellenwert für uns. Als Vertreter von 51000 Bundes- und Kommunalbeschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern habe ich in erster Linie an deren Haushaltssituation zu denken", so Knecht heute in Potsdam, "diese Kolleginnen und Kollegen haben die Krise nicht verursacht, können daher auch nicht per Verzicht verantwortlich gemacht werden".

Der dbb m-v erwartet eine schwierige Fortsetzung der Tarifrunde, ist aber zuversichtlich nach den drei Terminen bis Mitte Februar zu einem akzeptablen Ergebnis zu kommen. "Die Betroffenen werden während der Verhandlungen demonstrieren, dass sie hinter unseren Forderungen stehen", ist sich Knecht sicher, "Demonstrationen und Warnstreiks fördern das Nachdenken!"

Die Tarifverhandlungen werden am 31. Januar in Potsdam fortgesetzt.