Der dbb-Landesvorsitzende Dietmar Knecht, der auch Mitglied der dbb- Verhandlungskommission in Potsdam war, hat den Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen als positiv bewertet, den Gewerkschaften und Arbeitgeber heute in Potsdam auf Grundlage der Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission vom 25. Februar 2010 erzielt haben: "Mit dem Ergebnis ist der Spagat zwischen der angespannten Haushaltsituation der Beschäftigten und der angespannten Haushaltssituation der öffentlichen Haushalte gelungen. Dem Wunsch der Kanzlerin vom pol. Aschermittwoch letzter Woche in Demmin, wir mögen die besonnenen Forderungen der IG Metall zum Vorbild nehmen, haben wir entsprochen und übererfüllt! Leider war bis zum Einlenken der Arbeitgeber der persönliche Einsatz von über 110.000 Beschäftigten auf bundesweiten Warnstreikaktionen Anfang Februar nötig. Namens der dbb Landesleitung bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Beteiligten des Warnstreiktages M-V am 08. Februar in Rostock, Schwerin, Ludwigslust, Parchim, Grevesmühlen und Wolgast."
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| Von links: Dietmar Knecht und Hans Jürgen Gülck in der Tarifkommission | Dietmar Knecht (rechts) und Bundesinnenminister de Maziere |
Hans-Jürgen Gülck, Vorsitzender der Tarifkommission des dbb m-v, ist erleichtert, dass die fast 50.000 Betroffenen von Bund und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern (einschl. Beamtenschaft) mit einer linearen Einkommenssteigerung in Höhe von insgesamt 2,3 Prozent in den nächsten zwei Jahren und einer Einmalzahlung von 240 Euro zum 1. Januar 2011 Anschluss an die allgemeine Lohnentwicklung in Deutschland halten können und keinen Sonderbeitrag erbringen müssen.
"Gerechtigkeit und soziale Verantwortung wäre auf der Strecke geblieben, wenn Kolleginnen und Kollegen für Fehler einstehen müssten, die nicht sie, sondern sogenannte Manager begangen haben. Es geht uns um guten Lohn für gute Leistung. In diesen Krisenzeiten hat die öffentliche Hand Deutschlands Stabilität und Verlässlichkeit unter Beweis gestellt."
Die Tarifeinigung berücksichtigt auch die demographische Herausforderung, vor der der öffentliche Dienst steht. Knecht: "Mit besseren Regelungen zum Einkommen der Auszubildenden und deren Übernahme nach der Ausbildung sowie zur Fortführung der Altersteilzeit können wir die Nachwuchsgewinnung fördern und die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst etwas verbessern."
Knecht erwartet nunmehr kurzfristig die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes."Die linearen Entgelterhöhungen dieses Tarifabschlusses im Jahre 2011 sind bereits heute ein wichtiges Signal für die dann stattfindenden Tarifverhandlungen für die Bediensteten des Landes Mecklenburg-Vorpommern", so Knecht abschließend.