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20. Januar 2017
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Gewalt gegen Beschäftigte: Traurige Realität

Physische und psychische Gewalt gegen Mitarbeiter gehören für Polizei- und Rettungskräfte ohnehin zum harten Berufsalltag. Aber auch in vielen anderen Bereichen wie in Jobcentern, Finanz- und kommunalen Ämtern, bei den Gerichtsvollziehern oder in Schulen nehmen die Fälle in den letzten Jahren enorm zu. Politik wie Arbeitgeber müssen ihrer Fürsorgepflicht gerecht werden und sich schützend vor ihre Mitarbeiter stellen.

Der dbb m-v begrüßt daher auch die Initiativen, die von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern ausgingen, nicht nur Mitarbeiter in Uniform besser zu schützen. Hierzu hat der dbb m-v mit GDL-Vertretern am 19. Januar bei einem Treffen mit Innenminister Lorenz Caffier sowie dem Inspekteur der Landespolizei Wilfried Kapischke darauf aufmerksam gemacht, dass die sinkende Hemmschwelle bei Übergriffen gegen Bahnmitarbeiter ebenfalls thematisiert werden muss. „Hier verzeichnen wir seit dem letzten Jahr eine Zunahme der gewalttätigen Angriffe um 28 Prozent", so der dbb Landesvorsitzende Dietmar Knecht auf dem Schweriner Hauptbahnhof. Erste Erfahrungen zeigten, dass sich neben verstärkter Präsenz von Bundes- und Landespolizei auch der präventive Einsatz von Kameras oder Bodycams positiv auswirke. „Die Zahl der Angriffe geht deutlich zurück, wenn mögliche Täter wissen, sie werden aufgezeichnet“, so der Vorsitzende des GDL Bezirkes Nordost Frank Nachtigall.

„Die Sicherheit der Bevölkerung und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Und deshalb freut es mich sehr, dass die Koordinierung und Abstimmung zwischen Landes- und Bundespolizei im Nordosten in den allermeisten Einsätzen hervorragend funktioniert. Die Polizistinnen und Polzisten halten zusammen und arbeiten zusammen – egal welches Wappen auf dem Oberarm prangt", so Innenminister Lorenz Caffier und ergänzt: „Die aktuelle Entwicklung der zunehmenden Gewalt ist völlig inakzeptabel. Eine umfassende und intelligente Videoüberwachung von gefährdeten öffentlichen Plätzen, an Verkehrsknotenpunkten sowie im Öffentlichen Nahverkehr hilft, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu vermeiden."
„Niemand muss sich beleidigen, bespucken oder angreifen lassen, schon gar nicht, wenn er seinen Dienst in den Dienst der Bürgerinnen und Bürger stellt, bei Verfehlungen darf es hier Null Toleranz geben", unterstrich der dbb Landesvorsitzende Dietmar Knecht.