28. März 2017

Förster als "Türöffner für Naturverständnis und Nachhaltigkeit"

BDF M-V
Von links: Agrarminister Till Backhaus, BDF Landesvorsitzender Peter Rabe, BDF Bundesjugendleiterin Ina Gilow, Dr. Carola Voss (Abteilungsleiterin im Finanzministerium und Mitglied des Verwaltungsrates der Landesforst), dbb Landesvorsitzender Dietmar Knecht und Manfred Baum (Kommissarischer Vorstand der Landesforst)

Am 24. und 25. März fand in Tellow im Landkreis Rostock der diesjährige Verbandstag des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) statt. Der Verband versteht sich als forstpolitische und berufsständische Vertretung der Forstleute – dazu gehören sowohl Arbeitnehmer als auch Beamte. Der Fachgewerkschaft im dbb beamtenbund und tarifunion gehören in Mecklenburg-Vorpommern rund 300 Mitglieder an.

Für den dbb m-v richtete der Landesvorsitzende Dietmar Knecht ein Grußwort an die Anwesenden und dankte dem BDF für die langjährige Verbandsarbeit innerhalb des Dachverbandes. In Richtung Landesregierung mahnte Knecht, "beispielsweise die Nachwuchsgewinnung und hohe Krankenstände nicht aus den Augen zu verlieren". Auch auf Themen wie die Novellierung des Personalvertretungs-rechts und die Übertragung des Tarifabschlusses von Mitte Februar auf die Beamtenschaft des Landes ging Knecht mit entsprechenden Forderungen ein.

Dem auch für die Landesforst zuständigen Minister für Landwirtschaft und Umwelt Till Backhaus (SPD) dankte Knecht für seine attraktivitätssteigernde Maßnahme der Wiederverbeamtung vom Fortbediensteten. „Diese ging im Gegensatz zu den Lehrern sehr geräuschlos über die Bühne, und ich freue mich, dass der Minister hier ein Bekenntnis abgegeben hat, den Weg der Verbeamtung nicht wieder zu verlassen".

Als mögliche „Türöffner für Naturverständnis und Nachhaltigkeit“ bezeichnete der BDF Landesvorsitzende Peter Rabe die Forstleute und forderte in diesem Zusammenhang eine entsprechende Berücksichtigung des Aspekts der Umweltbildung bei der Entscheidung über die künftige Personalausstattung der Forstämter. Rabe konstatierte ein zunehmendes Interesse der Bevölkerung am Wald, welches bereits bei Kindern und Jugendlichen beginne.  „Wir könnten jeden Tag mit Schulklassen, Kindergartengruppen oder Urlaubsgästen losziehen, so groß ist die Nachfrage. Unsere Jugendwaldheime sind auf Jahre hin ausgebucht."  Dann wäre aber die eigentliche Arbeit, zu der neben der Pflege und Bewirtschaftung von 230 000 Hektar Landeswald auch die Beratung der rund 40 000 privaten Waldbesitzer im Land gehört, nicht mehr zu bewältigen, unterstrich der BDF Landesvorsitzende auch an die Adresse von Agrarminister Till Backhaus.