13. Mai 2026

dbb Senioren im Gespräch mit SPD Landtagsfraktion

Austausch zur Seniorenpolitik in Mecklenburg-Vorpommern

  • Teilnehmer des Gesprächs bei der SPD Landtagsfunktion
    Foto: dbb m-v
    von links: Dietmar Knecht, Christine Klingohr, Gerd Dümmel und Klaus Junker

Am 28. April 2026 trafen sich Vertreter der dbb Landesseniorenvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin mit der seniorenpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Christine Klingohr, zu einem ausführlichen Meinungsaustausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Seniorenpolitik im Land.

Für den dbb m-v nahmen der Landesvorsitzender Dietmar Knecht, Gerd Dümmel, Vorsitzender der dbb Landesseniorenvertretung , sowie Klaus Junker, stellvertretender Vorsitzender der dbb Landesseniorenvertretung , teil. Christine Klingohr wurde von ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Marvin Brecht begleitet.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die steigenden Pflegekosten. Alle Beteiligten sahen hier dringenden Handlungsbedarf, denn viele Seniorinnen und Senioren können die Kosten für einen Heimplatz kaum noch tragen und sind zunehmend auf Sozialhilfe angewiesen. Deshalb sprachen sich die Gesprächspartner für eine Begrenzung der Eigenanteile aus.

Christine Klingohr stellte mehrere Landesprogramme vor, mit denen Mecklenburg-Vorpommern bereits wichtige Akzente setzt. Dazu gehören die Schulgeldfreiheit sowie die finanzielle Unterstützung der Ausbildung im Pflege- und Apothekenbereich. Auch das Landarztgesetz mit dem Leitgedanken „Ärzte auf's Land“ war Thema des Austausches. Derzeit befinden sich bereits zahlreiche angehende Ärztinnen und Ärzte im Rahmen dieses Programms in der Ausbildung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kurzzeitpflege sowie auf Präventions- und Unterstützungsangeboten. Ziel bleibt es, Pflegebedürftigkeit möglichst lange hinauszuzögern und stationäre Unterbringungen zu vermeiden. Dazu zählen Beratungsangebote, Bewegungsprogramme gemeinsam mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern sowie Maßnahmen zur Förderung von Eigenverantwortung und Selbstvorsorge.

Die Teilnehmer kritisierten zugleich die bislang unzureichende Zusammenarbeit der einzelnen Ministerien. Nach ihrer Auffassung muss Seniorenpolitik ressortübergreifend abgestimmt werden. Nur durch bessere Kommunikation und gemeinsames Handeln lassen sich tragfähige Lösungen entwickeln.

Ein gemeinsames Leitmotiv des Gesprächs lautete: „Lieber gemeinsam als einsam.“ Darüber hinaus betonten die Teilnehmer die wachsende Bedeutung von Digitalisierung und lebenslangem Lernen, um älteren Menschen gesellschaftliche Teilhabe auch künftig zu ermöglichen.