17. November 2025

Forderungen für Länder-Tarifrunde beschlossen

Einkommenslücke schließen

  • Die Mitglieder der Bundestarifkommission aus M-V: Thomas Plaszczyk (VdStra), Michael Blanck (VBE), Steffi Sommerfeldt (VAB) und Dietmar Knecht (von links - es fehlt krankheitsbedingt Heiko Schwichtenberg)

Der dbb beamtenbund und tarifunion hat heute seine Forderungen für die Einkommensrunde mit den Ländern beschlossen. Ziel ist es, die entstandene Einkommenslücke zwischen Bund und Ländern zu schließen und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu sichern.

Die Forderungen im Überblick:

  • Lineare Einkommenserhöhung um 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro
  • + 20 Prozent auf alle Zeitzuschläge sowie höhere Zulagen
  • Stufengleiche Höhergruppierung inkl. Anrechnung der Stufenlaufzeit
  • Ost-West-Angleichungen, u. a. beim Kündigungsschutz
  • Mitgliedervorteilsregelung
  • Verbesserte Absicherung bei Berufsunfähigkeit und Unfall

Für Auszubildende:

  • Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 200 Euro
  • Unbefristete Übernahme nach erfolgreich bestandener Ausbildung

 

Darüber hinaus fordert der dbb eine Laufzeit von 12 Monaten sowie die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf Besoldung und Versorgung.

Der dbb bezeichnet die Forderungen der Gewerkschaften als berechtigt und zeitgemäß. Die Inflation sei mit aktuell 2,3 Prozent auf nach wie vor hohem Stand und belaste enorm.

„Nach dem Tarifabschluss für Bund und Kommunen im Frühjahr ist eine deutliche Einkommenslücke zu den Ländern entstanden, die wir nicht hinnehmen können“, erklärte der dbb-Landesvorsitzende Dietmar Knecht am Rande der Sitzung der Bundestarifkommission. „Der öffentliche Dienst muss als Arbeitgeber konkurrenzfähig bleiben. Zudem erwarten wir die Einhaltung des rot-roten Koalitionsvertrags, der die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtenschaft und die Versorgung vorsieht.“

 

Hintergrund:

Der Tarifvertrag für die Tarifbeschäftigten der Länder ist am 31. Oktober 2025 ausgelaufen und muss neu verhandelt werden. Die erste Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) findet am 3. Dezember 2025 statt; zwei weitere Runden sind bis Mitte Februar 2026 terminiert. Sollte es keine Annäherung geben, sind Warnstreiks und Protestaktionen unvermeidlich.

In Mecklenburg-Vorpommern sind von der Einkommensrunde rund 40.000 Beschäftigte betroffen, darunter etwa 15.500 Beamtinnen und Beamte der Landesverwaltung sowie rund 2.000 Beamtinnen und Beamte der Kommunen.