Redaktionsverhandlungen mit der TdL zur Einkommensrunde 2025/2026 abgeschlossen
Der dbb und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben in der Sommerpause die Redaktionsverhandlungen zur Einkommensrunde 2025/2026 im Länderbereich abgeschlossen.
Die wesentlichen Bestandteile des Tarifergebnisses sind bereits bekannt. Darüber hinaus konnte nach mehr als drei Jahrzehnten endlich ein wichtiger Schritt erreicht werden: die Angleichung zentraler Arbeitsbedingungen im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West.
Konkret bedeutet das:
- Die im Tarifgebiet West geltende Regelung zur ordentlichen Unkündbarkeit nach mehr als 15 Beschäftigungsjahren und nach Vollendung des 40. Lebensjahres wird ab dem 1. Januar 2027 auch auf das Tarifgebiet Ost ausgeweitet.
- Zusätzlich wird die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit der nichtärztlichen Beschäftigten an den Universitätskliniken im Tarifgebiet Ost in drei Schritten abgesenkt:
- ab 1. Januar 2027 auf 39,5 Stunden
- ab 1. Januar 2028 auf 39 Stunden
- ab 1. Januar 2029 auf 38,5 Stunden
Besonders deutlich wird damit zugleich: Die VKA ist inzwischen der einzige Rechtskreis, der sich weiterhin hartnäckig weigert, die Regelungen zur Unkündbarkeit anzuwenden.
Dazu der dbb Landesvorsitzende Dietmar Knecht:
„Nun ist es vordringlich, in der im Frühjahr beginnenden Tarifrunde für Bund und Kommunen die VKA davon zu überzeugen, hier gleichzuziehen, um die Motivation zu stärken und dem kommenden Fachkräftemangel wirksam entgegenzuwirken. Dass die VKA als letzter Rechtskreis weiterhin an dieser Ungleichbehandlung festhält, ist über 35 Jahre nach der Wende nicht länger hinnehmbar. Angleichung Ost-West jetzt!“
Diese Ergebnisse sind ein bedeutendes Signal für mehr Gleichbehandlung und bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst. Zugleich bleibt klar: Bei Bund und Kommunen darf es kein weiteres Festhalten an überholten Unterschieden zwischen Ost und West geben.
Vollständige Angleichung Ost-West jetzt!