08. Juni 2022

dbb Senioren wählen neuen Vorstand:

Resolution fordert Inflations- und Energiekostenausgleich auch für Senioren

  • Foto: dbb m-v
    Klaus Junker bedankte sich als stellvertretender Vorsitzender der Landesseniorenvertretung im Namen des gesamten Vorstands für das Vertrauen der Delegierten.
  • Foto: dbb m-v Obwohl Gerd Dümmel coronabedingt nicht persönlich auf der Sitzung anwesend sein konnte, wurde er ebenso wie seine vier Stellvertreter einstimmig von den Delegierten gewählt.
  • Dank an Max Rotter vom Seniorenverband Stralsund, der kürzlich seinen 85. Geburtstag feierte, für seine über 20jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Schatzmeister des Vereins.

Am 8. Juni fand in Schwaan die Landesseniorenversammlung der Seniorenvertretung des dbb m-v statt, auf der auch der Vorstand neu gewählt wurde.

Neuer und alter Vorsitzender ist Gerd Dümmel, zu seinen Stellvertretern wurden Sonja Reich (DJG), Viktor Urban (GDL), Klaus Junker (DPolG-BPolG) und Helmut Halwahs (BSBD) gewählt.

 

Einstimmig verabschiedeten die etwa 30 Delegierten die folgende Resolution:

 

„Die Landesseniorenversammlung des dbb m-v fordert im Namen aller Rentnerinnen und Rentner sowie aller Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger Mecklenburg-Vorpommerns einen

 

Inflations- und Energiekostenausgleich von mindestens 1 500 Euro

 

Mecklenburg-Vorpommerns Senioren fühlen sich von der Landes- und Bundespolitik im Stich gelassen.

So wurde bereits im Frühjahr d. J. bei einer sich abzeichnenden Inflationsrate von mehr als fünf Prozent den 6 500 Versorgungsemfängerinnen und Versorgungsempfängern im Land die Zahlung der sogenannten Corona-Prämie in Höhe von 1 300 Euro verwehrt. Das bedeutet nichts anderes als 22 Monate ohne eine Erhöhung der Ruhestandsbezüge.

Darüber hinaus werden alle Senioren – egal ob in Rente oder Pension – von Zahlungen des Energieentlastungspakets (300 Euro) ausgeschlossen.

Die Landesseniorenversammlung kritisiert dies aufs Schärfste, denn auch diese Personengruppe hat Mehrkosten z.B. für Heizung und Strom aufzubringen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Betroffenen anders als Berufstätige die meiste Lebenszeit zu Hause verbringen und damit wenig Möglichkeiten haben, Energiekosten zu sparen. Hinzu kommt die seit Jahren von der EZB betriebene Null-Zins-Politik, die die Sparguthaben der Seniorinnen und Senioren weiter durch Inflation aufzehrt. Von daher ist mit einem Anstieg der Altersarmut allein aufgrund von Betriebskostennachzahlungen in exorbitant gestiegener Höhe ab Herbst 2022 zu rechnen. Hinzu kommen die Preissteigerungen beim täglichen Einkauf. Die Inflationsrate wird weiter – über 7,3 Prozent hinaus – steigen.

Aus diesen Gründen fordert die Landesseniorenversammlung des dbb m-v einen Inflations- und Energiekostenausgleich von mindestens 1 500 Euro für das Jahr 2022.“