25. März 2026

13. Bundesfrauenkongress des dbb in Berlin:

Starke Impulse für Gleichstellung und Demokratie

  • Foto: Marco Urban
    Ein Teil der Delegierten aus M-V mit der wiedergewählten Vorsitzenden der dbb Bundesfrauenvertretung Milanie Kreutz (Mitte)

Unter dem Motto „Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie.“ diskutierten 440 Delegierte beim Bundesfrauenkongress des dbb in Berlin über die Zukunft der Gleichstellung. Auch Vertreterinnen aus Mecklenburg-Vorpommern waren aktiv beteiligt.

Am 20. und 21. März 2026 fand der 13. Bundesfrauenkongress des dbb im Berliner „Estrel“ statt. Insgesamt 440 Delegierte folgten der Einladung zu diesem alle fünf Jahre stattfindenden höchsten Gremium der dbb bundesfrauenvertretung.

Unter dem Motto „Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie.“ setzte der Kongress ein deutliches Zeichen für mehr Gleichstellung und politische Teilhabe von Frauen. Auch die Vorsitzende der Landesfrauenvertretung im dbb m-v, Brigitte Schroeder, sowie weitere Vertreterinnen aus den Mitgliedsgewerkschaften nahmen teil. Mit Maria Stöckel (VBE) als stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums und Kristin Förster (GdL) im Wahlausschuss waren auch Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern in zentralen Kongressgremien vertreten.

In ihrer Begrüßungsrede machte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Milanie Kreutz, deutlich, dass das Kongressmotto eine realistische Zustandsbeschreibung sei: Die Frage, ob Gleichstellung in der Demokratie ernst genommen werde, stelle sich heute dringlicher denn je. Frauen seien in politischen Entscheidungsprozessen weiterhin unterrepräsentiert – aktuell liege der Anteil im Bundestag bei lediglich 22 Prozent. Mehr politische Teilhabe von Frauen sei daher unerlässlich, um die Qualität politischer Entscheidungen nachhaltig zu verbessern.

Zu den zentralen Forderungen des Kongresses zählen unter anderem eine Wahlrechtsreform zur Stärkung der Parität, ein entschiedeneres Vorgehen gegen digitale sexualisierte Gewalt sowie bessere Rahmenbedingungen für Führung in Teilzeit.

Im Rahmen der Wahlen wurde Milanie Kreutz als Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung bestätigt. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Tanja Küssgens (VBE) gewählt, ergänzt durch vier Beisitzerinnen aus verschiedenen Mitgliedsorganisationen.

Auch prominente Stimmen aus Politik und Gesellschaft unterstrichen die Bedeutung des Themas: Der dbb Bundesvorsitzende Volker Geyer, Bundesfamilienministerin Karin Prien sowie Bundesjustizministerin Stefanie Hubig betonten in ihren Grußworten die zentrale Rolle der Gleichstellung für die demokratische Grundordnung.

Eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft widmete sich der Frage, wie Frauen stärker in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden können.

Am zweiten Kongresstag entschieden die Delegierten über rund 300 Anträge und legten damit die frauenpolitischen Leitlinien für die kommenden fünf Jahre fest. Im Fokus stehen dabei unter anderem Parität und Gleichstellung, Schutz vor Gewalt, Diskriminierung und Extremismus, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie moderne Arbeitsformen und die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege.

Die von der Landesfrauenvertretung Mecklenburg-Vorpommern eingebrachten Anträge wurden erfolgreich beschlossen.

Weitere Informationen sind hier abrufbar.