23. Juni 2022

Seiteneinsteigerverordnung im Bildungsausschuss

Bildungsgewerkschaften VBE, BvLB und PhV im dbb m-v begrüßen Verbesserungen – Praxistest muss folgen

Der Bildungsausschuss des Landtages stimmte heute einer neuen Schulseiteneinsteigerverordnung (SchulSEVO M-V) zu. Laut Bildungsministerium enthält diese wichtige und gemeinsam getragene Qualitätsverbesserungen.

„Unabhängig davon vereinbaren die Partnerinnen und Partner des „Bildungspaktes für Gute Schule 2030“ den zeitnahen Beginn von Beratungen im Rahmen des Bildungspaktes mit dem Ziel, die Verordnung bei gemeinsam festgestellten Bedarfen umgehend anzupassen. Dies gilt insbesondere für die Einbeziehung der Hochschulen in die berufsbegleitende Nachqualifizierung“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

 

In Mecklenburg-Vorpommern waren laut Bildungsministerium im vergangenen Jahr ein Drittel aller neu eingestellten Lehrkräfte Seiteneinsteiger. Sie sollen künftig einen dreimonatigen Kurs in Pädagogik und Didaktik absolvieren, bevor sie zum ersten Mal vor eine Klasse treten. Die neue Verordnung sieht außerdem weitere berufsbegleitende Qualifizierungen vor.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE M-V), der Berufsschullehrerverband BvLB und der Philologenverband (PhV M-V) im dbb m-v als Partner des „Bildungspakts für Gute Schule 2030“ sehen in der jetzt vorgelegten Verordnung vor allem durch die dreimonatige Vorqualifikation eine deutliche Verbesserung zum Ist-Zustand. „Sie wird sich aber erst in der Praxis bewähren müssen“, so der VBE Landesvorsitzende Michael Blanck.

„Die neue Verordnung setzt auf eine bessere Qualifizierung der Betroffenen. Es ist aber nach wie vor möglich, sich ohne einen akademischen Abschluss für das Lehramt nachzuqualifizieren. Wir müssen trotz der Personalnot im Sinne der Schülerinnen und Schüler dafür sorgen, dass ein grundständiges Lehramtsstudium attraktiv bleibt“ unterstrich der dbb Landesvorsitzende Dietmar Knecht.